Ziele und Aufgaben der Corporate Identity

MBkomm Leistungen Überblick

In einem früheren Beitrag haben wir uns mit dem Selbstbild (Identität) und Fremdbild (Image) einer Marke beschäftigt. Heute geht es darum zu klären, wie diese Merkmale marketingtechnisch verpackt werden können und welche Sicht die Wissenschaft vertritt.

Das gewünschte Ziel der Übereinstimmung von Selbstbild (Identität) und Fremdbild (Image) der Marke kann durch sog. Corporate Communication unterstützt werden: das heißt, dass das interne Selbstbild durch geplante Kommunikationsstrategien gezielt nach außen getragen werden soll.1

„In der wirtschaftlichen Praxis ist demnach Corporate Identity die strategisch geplante und operativ eingesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach außen auf Basis einer festgelegten Unternehmensphilosophie, einer langfristigen Unternehmenszielsetzung und eines definierten (Soll-) Images […]“2

Die Corporate Identity, kurz CI, ist eine der wichtigsten Bestandteile des Markenmanagements und hat das Ziel, die internen Markenwerte nach außen zu tragen.3 Dazu gehört beispielsweise auch die Wahrung des Erscheinungsbildes.

Nach Birkigt/Stadler/Funck hat die CI vier Hauptaufgaben:

  • die Informationsverdichtung um den heutigen Information Overload4 zu bezwingen,
  • die Intensivierung der Marktbeziehungen, also eine starke Präsenz zu zeigen,
  • eine unverwechselbare und einzigartige Positionierung zu erlangen,
  • und die Harmonie der Marke in sich selbst zu wahren.5

Die Corporate Identity konstituiert sich aus verschiedenen Bestandteilen. Dazu gehören beispielsweise Corporate Communication (Unternehmenskommunikation), Corporate Sound (Jingles), Corporate Scent (Duftmarketing), Corporate Behavior (Verhaltenskodex) und das […] Corporate Design.6

1) Vgl. Haug, A.: Multisensuelle Unternehmenskommunikation – Erfolgreicher Markenaufbau durch die Ansprache aller Sinne, Wiesbaden 2012, S. 128.
2) Vgl. Birkigt, K./Stadler, M./Funck, H.: Corporate Identity – Grundlagen, Funktionen, Fallbeispiele, 11., überarb. und aktual. Auflage, München 2002, S. 18
3) Vgl. Haug, A., 2012, S. 130.
4) Der Information Overload beschreibt den Informationsüberfluss bei den Verbrauchern durch die Vielzahl homogener Angebote.
5) Vgl. Birkigt, K./Stadler, M./Funck, H., 2002, S. 48.
6) Vgl. Haug, A., 2012, S. 132-140.

Bild: nexusplexus